Auf der Suche nach dem wilden Osten

Steiermark | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Der Fotograf Klaus Mähring wollte eine Reise tun. Und ist im Krieg gelandet

Porträt: Wolfgang Kühnelt

Im Hof vor Klaus Mährings Atelier steht ein alter Bus. Es handelt sich um einen Ford Econoline aus dem Jahr 1969, knallrot angemalt und Lufka genannt. Sein Besitzer, der Fotograf Mähring, ist ein Liebhaber technischer Apparaturen. Und er ist ein Abenteurer, der seit Jahren durch Osteuropa fährt und dabei Orte und Menschen besucht, die von der Globalisierung weitgehend unberührt sind. Sein jüngster Ausflug führte nach Georgien, wo er – ohne es zu wollen – genau zum Zeitpunkt des Kriegsausbruches landete.

Die Reise begann in Ljubljana, wo er im Kulturzentrum Metelkova erstmals seine „Galeria Nowhere“ installierte, eine mobile Schau, die später auch in der Ukraine und in Bulgarien zu sehen war. Über Bosnien, Serbien und Rumänien ging es weiter in Richtung Georgien, wo Mährings kleine Galerie ebenfalls Station machen sollte. In Odessa gönnte sich die Busbesatzung einen kurzen


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