Theater

„Elfter Planet“: Absandeln im TiK

Kritik

Lexikon | Hermann Götz | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Der elfte Planet“: Wo war denn da die Regie?

Es ist schön, gleich gegenüber der großen Kronen Zeitung ins kleine Theater im Keller zu gehen. Es ist schön, dort die österreichische Erstaufführung eines slowenischen Stücks – Evald Flisars „Der elfte Planet“ – zu sehen, das Alfred Haidacher ins Deutsche übertragen hat. Es ist schön, weil Flisar einen feinen, tragikomischen Text über verstörte Vagabunden geschrieben hat, den das TiK in einem Bühnenbild zeigt, das an gammelige Stiegenhäuser erinnert. Es ist schade, dass es dafür keine richtige Regie gab. Schade, weil der Text eifrig runtergespielt wird, als wären Alfred Haidacher, Bernd SraÇcnik und Ute Walluschek-Wallfeld ehrfürchtig daran klebengeblieben. Trotzdem: Schauen Sie sich’s an, den „Elften Planeten“ sehen Sie sonst nie wieder.

Theater im Keller, Fr, Sa, Di–Do 20.00


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