Festival

Musikalische Höhenflüge in den Tiefen des Berges

Vorschau

Lexikon | Christoph Marek | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Rustie: gehört nicht zum alten Eisen Dorian Concept: Abstract Beats mit Konzept

Auch heuer bringt das Elevate Festival wieder einige Graz-Premieren in den Dom im Berg: Allen voran sei der junge Glasgower DJ und Produzent Rustie hervorgehoben, der sich vergangenes Jahr mit seiner EP „Jagz The Smack“ in die oberste Liga der britischen Cutting-Edge-Produzenten katapultierte. Absolut kompromissloser Psy-Fi-Funk wurde auf dieser 12” geboten, die binnen kurzer Zeit restlos ausverkauft war. Rusties Tracks repräsentieren ein neues irres Dance-Hybrid, das das Beste aus unterschiedlichsten Genres – von Dubstep über HipHop bis hin zu Techno und Grime – plündert und zumindest produktionstechnisch dort ansetzt, wo einst auch Punk seine Geburtsstunde hatte: im Dreck. Wer Rusties Qualitäten austesten möchte, sollte sich in jedem Fall am Freitag im Dom im Berg einfinden und sich von der neuen Killernummer „Zig Zag“ überzeugen lassen.

In eine ähnliche Kerbe schlägt der in Wien lebende Bedroom-Producer Dorian Concept, der mit seinen abgefahrenen Tracks international große Erfolge feiert und sogar vom britischen Groove-Connaisseur Gilles Peterson regelmäßiges Airplay bekommt. Jetzt schon legendär sind die freakigen Synth-Solo-Videos des Salzburgers auf YouTube.

Doch das heurige Elevate steht nicht nur im Zeichen von abstrakten Beats, wie gewohnt wird auch die Noise- und Breakcore-Szene mit eigenwillig guten Acts bedient. Hervorgehoben sei hier das Duo MoHa!, das auf dem Jazzcore-Label Rune Grammofon für einige amtliche Releases gesorgt hat. Nicht minder erwähnenswert sind natürlich Scorn, das Ambient-meets-Endzeitbeats-Projekt von Michael John Harris, dem ehemaligen Schlagzeuger der Grindcore-Legende Napalm Death, und die Breakcore-Nacht am Samstag in der Uhrturmkasematte.

Dom im Berg und Uhrturmkasematte, Graz, Fr und Sa 22.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige