Theater

Peter Brook in St. Pölten: Apartheid zum Lachen

Tipp

Lexikon | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Böse Komödie: „Sizwe Banzie est mort“

Der 83-jährige Regiealtmeister Peter Brook, Pionier eines neuen Bühnenpurismus („Der leere Raum“), hat seine stärkste Zeit zwar hinter sich, eine Inszenierung von ihm gehört aber immer noch zu den außergewöhnlichen Ereignissen – zumal in Sankt Pölten, wo nun schon zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren eine Brook-Produktion gastiert. „Sizwe Banzi est mort“ von Athol Fugard ist eine bitterböse Komödie über das Leben in den Townships während der Apartheid: Um das Aufenthaltsverbot zu umgehen, nimmt ein schwarzer Arbeiter die Identität eines Verstorbenen an. „Peter Brook macht aus dem Südafrika von gestern ein Theater von heute, das vor Glück einfach lacht“, jubelte FAZ-Kritiker Gerhard Stadelmaier. In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln. WK

Landestheater Niederösterreich, Fr, Sa 19.30


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