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Bruckners Vierte: Urfassung eines Klassikers

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Anton Bruckner (1824–1896) war mit Sicherheit der am meisten verunsicherte Komponist aller Zeiten. Zu seiner Zeit höchst umstritten, ließ er sich von Freunden und Kollegen immer wieder zu „Verbesserungen“ und „Verschönerungen“ seiner Werke überreden, die wohl dem Zeitgeschmack entsprachen, aus heutiger Sicht aber oft die harsche Individualität seiner Musik glätteten. Eines seiner bekanntesten Werke, die Vierte Sinfonie, arbeitete er nicht weniger als dreimal um. Die Urfassung von 1874 ist heute kaum zu hören, ja sie wurde überhaupt erstmals 1983 auf Schallplatte gepresst – durch den israelischen Dirigenten Eliahu Inbal, der diese Fassung nun mit den Symphonikern präsentiert.

Konzerthaus, Mi & Do 19.30


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