Theater

Simonischek als Baumeister Solness

Kritik

Lexikon | Hermann Götz | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Ein heutiger Blick auf den Text von „Baumeister Solness“ zeigt ein Stück über Midlife-Crisis. Doch Ibsen sieht Dämonen, wenn er Solness’ Seele entkleidet. Simonischek gibt ihn lässig, fast fahrig, diesen Baumeister, der sein eigenes Schicksal ebenso erfolgreich wie rücksichtslos hypnotisiert. Er schafft es so mit scheinbarer Leichtigkeit, Oberfläche und Tiefenschichten des Stücks zu verbinden. Ihm gegenüber die junge Verena Lercher als Hilde. Deren Leistung ist erstaunlich. Hilde ist Märchenfigur und Männerfantasie, Lercher entwickelt daraus eine lebendige junge Frau. Sie macht das hingebungsvoll und überzeugend. Und gibt so ein Beispiel für die Qualität der ganzen Inszenierung.

Schauspielhaus Graz, Fr, Sa, Di, Do 19.30


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