„Ein Louis Armstrong der Politik“

Politik | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Der Schriftsteller Ilija Trojanow über die irrealen Erwartungen an den neuen Weltpräsidenten

Gespräch: Florian Klenk

Ilija Trojanow, 43, sitzt im Café Frauenhuber und spricht über die Welt und ihren neuen Präsidenten. Trojanow ist ein kompetenter Gesprächspartner – er ist nicht nur Schriftsteller und Verleger, sondern auch Kosmopolit. Trojanow, in Bulgarien geboren, flüchtete 1971 mit seinen Eltern nach Italien, verbrachte seine Kindheit in Kenia und Paris, lehrte in Kapstadt und bereiste später Indien. Sieben Jahre wandelte er auf den Spuren des britischen Entdeckers Richard Burton und schrieb danach den gefeierten Roman „Der Weltensammler“ (Hanser). Vergangenes Jahr erschien sein Buch „Kampfabsage“, in dem er die These des „Clash of Cultures“ widerlegte. Trojanow lebt seit einigen Monaten in Wien-Alsergrund.

Falter: Herr Trojanow, hatten auch Sie Tränen in den Augen, als der „Weltpräsident“ Barack Obama seine Siegesrede hielt?

Ilija Trojanow: Nein. Ich empfinde

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