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Medien | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Gefeuerte Journalisten Das Medienunternehmen Moser Holding kauft 51 Prozent der Oberösterreichischen Rundschau und wird diese nur noch als Gratiszeitung herausbringen. Gleichzeitig werden Stellen abgebaut, berichten die Oberösterreichischen Nachrichten. Von 250 Mitarbeitern sollen bei der Rundschau nur 150 übrig bleiben. Als Reaktion zog das Branchenmagazin Journalist die heurige Auszeichnung für den „Medienmanager des Jahres“ zurück. Sie war an Hermann Petz, Vorstandsvorsitzenden der Moser Holding, gegangen. Doch man wolle nicht eine Person auszeichnen, die Lösungen auf Kosten der Journalisten umsetze.

Dollar Verlust machte der Playboy im dritten Quartal 2008. Fehlende Werbeeinnahmen und teure Sanierungsmaßnahmen treiben das Blatt immer mehr in die roten Zahlen.

Seriöse Journalisten Der deutsche Presserat wird seinen Kodex künftig auch auf Onlinemedien ausweiten. Während Deutschland die mediale Selbstkontrolle ausbaut, fehlt diese weiterhin in Österreich.Hierzulande gibt es keinen Presserat, der Rügen verteilt.

Billige Journalisten 2007 arbeiteten 800 Praktikanten bei heimischen Medien. Im Schnitt verdienten sie weniger als 400 Euro pro Monat – trotz 37-Stunden-Woche. Diese Zahlen gehen aus einer Studie der Gesellschaft für Publizistik und der Journalistengewerkschaft hervor. Diese warnt vor Dumping-Journalismus. Praktikanten könnten zunehmend bezahlte Mitarbeiter ersetzen.

Entführter Journalist Thomas Scheen, der verschleppte Afrika-Korrespondent der FAZ, wurde nach drei Tagen Haft von kongolesischen Milizen freigelassen.


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