„Die Ukraine ist langsam und faul“

Feuilleton | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Der Schriftsteller Juri Andruchowytsch erklärt, warum das Leben ein Roman ist, warum die Zeit im Kreis läuft und warum er von Wien enttäuscht war

Interview: Jörg Magenau

Juri Andruchowytsch ist der wohl bekannteste Vertreter der ukrainischen Literatur im deutschsprachigen Raum. Durch seine Romane und seine Essays, aber auch durch sein wiederholtes Plädoyer für den Kulturraum Ostmitteleuropa“ und die EU-Ambitionen der Ukraine wurde Andruchowytsch zu einer wichtigen Stimme europäischer Integration. Zurzeit (Oktober 2008 bis Juli 2009) ist Andruchowytsch Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin, wo auch das folgende Gespräch stattfand.

Falter: „Geheimnis“ ist ein seltsames Buch. Man könnte es für ein Großinterview halten – eine mündliche Autobiografie: Der Journalist Egon Alt befragt den Autor Juri Andruchowytsch, und der erzählt sein Leben. Aber dann sagen Sie gegen Ende, „Geheimnis“ sei ein Roman.

Juri Andruchowytsch: Das ist bei mir immer so: Jedes Buch ist autobiografisch


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