Ein Textkonzert: Thomas Mann im Tonstudio

Feuilleton | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Netter Versuch: Friederike Heller bringt im Akademietheater den Künstlerroman „Doktor Faustus“ auf die Bühne

Theaterkritik: Wolfgang Kralicek

Wie ein Süchtiger greift das Theater nach jedem Stoff, der ihm zwischen die Finger kommt. Mit herkömmlichen Dramen allein lässt sich seine Gier nach Inhalten schon länger nicht mehr stillen, auch theoretische Schriften, dokumentarisches Material oder Romane werden immer häufiger auf die Bühne gebracht. Jüngstes Beispiel für den Trend: „Doktor Faustus – my love is as a fever“ im Akademietheater.

Thomas Manns 1947 erschienener Roman ist die fiktive Biografie des deutschen Komponisten Adrian Leverkühn (1885–1940), aber die Handlung dient dem Autor hauptsächlich dazu, ein ganzes Füllhorn an essayistisch ausgeführten Themen daran aufzuhängen; musiktheoretische Exkurse (Vorbild für den Romanhelden war Arnold Schönberg) stehen neben politischen Analysen und philosophischen Betrachtungen über Deutschland und das Wesen der Kunst.

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