„Ich wollte Wien die Watschn zurückgeben“

Feuilleton | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Vor 30 Jahren veröffentlichte Ludwig Hirsch seinen Klassiker „Dunkelgraue Lieder“

Jubiläumsfeature: Wolfgang Kralicek

Die Karriere des Wiener Liedermachers Ludwig Hirsch begann am Stammersdorfer Friedhof. Dort wird die „Omama“ im ersten jener „Dunkelgrauen Lieder“ begraben, mit denen er vor 30 Jahren schlagartig berühmt wurde. Das Album ist eine Sammlung böser Märchen und morbider Szenarien, wie sie wahrscheinlich nur in Wien geschrieben werden können.

Hirsch singt aus der Perspektive eines Toten („I lieg am Ruckn“), über einen Kindermörder („Der Herr Haslinger“) und eben von der „Omama“, die zeitlebens nichts auf ihren Hitler hat kommen lassen – er hat ihr ja das Mutterkreuz verliehen.

„Die, Dunkelgrauen Lieder‘ waren eine Reaktion auf Wien“, sagt Hirsch heute. „Ich hab mir gesagt: Ich muss mich wehren, ich muss noch dunkelgrauer sein als diese Stadt.“ Der gelernte Schauspieler war damals an der Josefstadt engagiert und unglücklich.

Als er nach drei

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