Vom Weinviertel bis Wiener Neustadt

Stadtleben | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Was heißt eigentlich Peripherie? Wo endet Wien? Und wo liegt der Vorort der Zukunft? WU-Experte Gunter Maier im Gespräch

Gespräch: Matthias Writze

Stadtentwicklungsexperte Gunther Maier vom Institut für Regional- und Umweltwirtschaft der Wirtschaftsuniversität Wien erklärt, wieso die Grenzen von Wien zerfließen, warum Mödling in Wahrheit zu Wien gehört, wo sich die Nobelvororte der Zukunft befinden und warum die Gemeindeverwaltung die Ausbreitung der Stadt nicht mehr steuern kann.

Falter: Herr Maier, wohnen Sie selbst an der Peripherie?

Gunther Maier: Das kommt auf die Definition von Peripherie an. In der Ökonomie meint man damit das Land im Unterschied zur Stadt. Bei Wien wäre das etwa das nördliche Weinviertel. Zur Stadt gehört nämlich alles, wo das Leben wie in der Stadt funktioniert – unabhängig von den Grenzen. Nach diesem Begriff gehören auch Mödling, Klosterneuburg oder Schwechat zu Wien. Ich selbst lebe in Penzing, also am Stadtrand.

Was macht das Leben am Stadtrand


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