Fußball

Ein Lotto-König, der Fußball und das Internet

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Vorige Woche ist ÖFB-Präsident Friedrich Stickler zurückgetreten. Als Begründung gab er die Mehrbelastung in seinem Hauptberuf als Generaldirektor der Österreichischen Lotterien an: „Ich habe neue Aufgaben übernommen, insbesondere im Bereich Internet/neue Medien“, behauptet Stickler. Das klingt nach fadenscheiniger Ausrede. Erstens sind Lotterien Gelddruckunternehmen; schwer zu glauben, dass der Chef da so unabkömmlich ist, dass er nicht hin und wieder aufs Match gehen kann. Und zweitens: Seit wann kümmern sich Generaldirektoren persönlich um den Internetauftritt ihres Unternehmens? Wahrscheinlicher ist, dass der „schöne Friedrich“ einfach keine Lust mehr hatte. Die glamouröse EM (die noch Vorgänger Beppo Mauhart eingefädelt hatte) ist vorbei, und für Fußball hat sich der Präsident eh nie interessiert. Ein unrühmlicher Abgang.


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