Avantgarde frisst ihre Kinder

Stadtleben | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Das Modelabel Comme des Garçons hat für H&M zwei Kollektionen entworfen

Bericht: Christopher Wurmdobler

Als der Pariser Modegott Karl Lagerfeld für die schwedische Kleiderkaufhauskette Hennes & Mauritz vor vier Jahren zwei eigene günstige Kollektionen entworfen hatte, war die Irritation in der internationalen Modewelt fast so groß wie in den Spots, welche die Werbekampagne begleiteten. „Aber es ist billig“, riefen die Adoranten da ihrem Karl zu. Der erwiderte, es drehe sich alles nur um Geschmack: „If you are cheap, nothing helps.“

Lagerfeld für H&M war ein Marketinggag und ein großer Erfolg. Kundinnen und Kunden stürmten die Geschäfte, nach zwei Tagen war „Karl“ fast überall ausverkauft, der Kleiderriese im Gespräch. Bis heute erzielen die H&M-Teile beim Onlineauktionshaus eBay Höchstpreise.

Die Mutter der Avantgarde

Viktor & Rolf oder Stella McCartney: Diverse Designer arbeiteten in den Jahren darauf für H&M und sorgten jedes Mal für Aufsehen; zuletzt engagierte das


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