Basics

Grundkurs Kochen (9)

Stadtleben | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Maronibraten braucht nicht lange, denn Zeit spart die Maronizange

Maroni, also Edelkastanien, sind die Früchte der Stunde. Natürlich kauft man sie beim Maronibrater, aber sie lachen einen auch ungebraten an, sei’s im Geschäft oder auf dem Markt. Frisch müssen sie vor allem sein, die Edelkastanien. Doch sogleich erhebt sich die Frage: Wie brate ich sie richtig?

Ehe man nach Hause kommt, sollte man ein wichtiges Werkzeug eingekauft haben: die Maronizange. Dieses aus Italien stammende Instrument dient zum Einschneiden der Maroni, damit sich deren Schale beim Braten leichter löst. Man legt die Maroni einzeln in die dafür vorgesehene Höhlung und durchschneidet mit der Zange auf der gewölbten Seite der Maroni bequem deren Schale und – wichtig – auch deren Haut. Die Zange erhält man in besseren Haushaltsgeschäften, sie wurde aber auch schon bei Hofer um 3,50 Euro gesehen. Die Maroni müssen eingeschnitten werden, versucht man das mit einem Messer, besteht Verletzungsgefahr, außerdem dauert es zu lange.

Der Rest ist einfach. Backrohr auf 220 Grad vorheizen, Maroni auf ein Blech legen, eine Schale Wasser ins Rohr stellen, Temperatur auf 180 Grad zurückdrehen und 20 bis 30 Minuten braten (man muss sehen, ob sich Schale und Haut leicht lösen und ob die Maroni „durch“ sind).

Man kann Maroni auch kurz in Wasser vordünsten (5 Minuten). In Slowenien zum Beispiel kocht man Maroni in Wasser weich, ohne sie zu braten. Die Schalen brechen dann halt nicht so knusprig weg. Aber gegessen wird ja der Kern. at


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