„Anarchist oder Trottel“

Steiermark | aus FALTER 46/08 vom 12.11.2008

Medienkünstler Richard Kriesche zweifelt am Sinn des Kunstbetriebs. Und eröffnet gleich zwei Ausstellungen

Porträt: Herwig G. Höller, Tiz Schaffer

Wenn man die Grazer Sackstraße entlangspaziert, begegnen einem, fein säuberlich aufgefädelt, die großen Institutionen des heimischen Kulturschaffens. Im Palais Attems residieren der steirische herbst, die styriarte und die manuskripte, gegenüber die Neue Galerie und das Stadtmuseum. Und ein kleines Stückchen weiter, in der Sackstraße 22, hat Richard Kriesche sein Atelier. Auch ihn darf man, für Grazer Verhältnisse, eine Institution nennen.

Es ist kalt in dem 60 Quadratmeter großen, spartanisch eingerichteten Atelier. Grautöne überwiegen, einige großformatige Bilder lehnen an den Wänden, den Schreibtisch zieren penibel geschlichtete Bücher. Ein Laptop ist aufgeklappt. Richard Kriesche sucht Materialien zu seiner Ausstellung „Capital + Code“, die im Grazer Kunsthaus diese Woche eröffnet. Seinen Rechner weiß er zu bedienen,


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