Buch der Stunde

Wolfgang Kralicek | Lexikon | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Jewgenij Grischkowez ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Das weiß jeder, der jemals eine der mitreißenden Erzählperformances („Wie ich einen Hund gegessen habe“ u.a.) erlebt hat, die der 41-jährige Autor und Schauspieler bei den Festwochen zeigte. Zweieinhalb Jahre nach seinem letzten Gastspiel kommt Grischkowez nun wieder nach Wien – diesmal allerdings als Buchautor. Im Schauspielhaus stellt er seinen Debütroman „Das Hemd“ vor.

Das Buch erzählt einen langen Tag im Leben des Architekten Sascha, wie der Autor ein aus Sibirien stammender „Neu-Moskauer“. Er ist verliebt – weshalb er in der Früh beschlossen hat, ein Hemd anzuziehen und keinen Pullover. „Heute könnte es gelingen, SIE zu treffen. Da muss man ein Hemd tragen. Unbedingt! Anzug und Krawatte – auf keinen Fall. Das wirkt gewollt und irgendwie aufgesetzt.“

Alltägliche Vorgänge nimmt der Erzähler überhaupt sehr ernst. Er macht sich zum Beispiel Sorgen um die Frau, die am Telefon sagt, dass die Nummer,

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige