Ohren auf!

Sammelkritik

Lexikon | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Auf der neuen Platte von Kollegium Kalksburg ist eine schöne Coverversion von Georg Danzers Weltklassenummer „Ruaf mi ned au“ zu hören, die man auch programmatisch interpretieren kann: So frisch und spannend wie Ambros, Danzer & Co in den 70ern klingt heute die neue Wienerliedszene.

Das Duo Die Strottern hat fünf Jahre für sein drittes Album, „I gabat ois“, (cracked an egg) gebraucht, und fast hätten sie es „Linz“ genannt. Aber natürlich ist es doch wieder eine sehr wienerische Platte geworden. Die fein arrangierte Musik, die von iTunes völlig zu Recht als „World“ klassifiziert wird, steht mit beiden Beinen in der Schrammeltradition, ohne gestrig zu wirken. Die Stimmung ist grundsätzlich melancholisch, wobei das bei den beiden von Peter Ahorner getexteten Liedern ein Hilfsausdruck ist.

Zwei Nummern auf dem neuen Strottern-Album, darunter eine flotte „Ode an den Postverkehr“, hat Wolfgang Vincenz Wizlsperger getextet. Der große Ekstatiker unter den Wiener Musikern


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