Kritik

In Bahnen: Endstation Südbahnhof

Lexikon | Thomas Wolkinger | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Menschen im Transit haben es der jungen Dramatikerin Natascha Gangl aus dem uniT-Umfeld angetan, das war schon in „Zugvögel“ so. Dort der Bus, jetzt die Bahn. In einem Zugabteil treffen sich bei „In Bahnen“ drei Personen – eigentlich sind es Textkörper – und assoziieren sich ihre Lebenskonzepte vom Leib. Die sind ziemlich widersprüchlich: Die eine will fort, der andere heim, ein Dritter will vorher lieber noch den Zug reparieren. Regisseur Dieter Boyer bringt die repetitive bis redundante Poesie von Gangls Texten, die nur selten zueinander oder gar in dramatische Situationen finden, dort am schönsten zum Klingen, wo er sie über Off-Einspielungen doppelt. Dazwischen wird auch mal zu oft gelächelt und gehastet. Transitkörper des Abends: Florian Tröbinger als „A“.

Theater am Lend, Fr u. Sa 20.00


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