Kritik

La Bohème: Todtrauriges, ganz erfreulich

Lexikon | Clara Pfaller | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Mit „La Bohème“ ist nach „Madame Butterfly“ in der letzten Saison nun wieder ein von Dietmar Pflegerl inszeniertes Werk Puccinis in der Grazer Oper zu sehen. Und wiederum besticht Pflegerls Arbeit durch ihre sparsame, geschmackvolle Ästhetik – der Verzicht auf jeglichen Firlefanz lässt den todtraurigen Stoff besonders intensiv wirken. Ein fulminantes Debüt am Haus gibt der mexikanische Tenor Arturo Chacón–Cruz als Rodolfo, der seinen klaren, brillanten Ton beeindruckend durchhält, obwohl es ihm das Orchester unter Alberto Hold-Garrido nicht immer ganz leicht macht. Besonders erfreulich wieder einmal der Grazer Wilfried Zelinka, dem seine Rolle als Philosoph Colline auf den Leib geschnitten zu sein scheint.

Grazer Oper, Sa 19.30


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