Kritik

Richard Kriesche googelt wieder

Lexikon | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Richard Kriesche sieht das Ende der kunstbörsennotierten Flachware gekommen. Dass alles den Bach runtergeht, verdeutlichen ihm Grafen, die sich aus Informationen darüber speisen, wie oft nach Begriffspaaren wie Kunst und Kapital weltweit gegoogelt wird. Die in „Capital + Code“ gezeigten Charts verzichten letztlich aber auf konkretere Bezüge, wie sich insgeheim von selbst versteht, werden die wertbasierten Fieberkurven doch von Projektoren an die Wand geworfen, die ihren Ort im Raum erst finden müssen. Ergänzt wird die Installation durch einen Querschnitt durch Kriesches Werk, das auch einmal flacher war als heute. UT

Kunsthaus Graz, bis 22.2.2009


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