100 Prozent Ungar gegen 100 Prozent Slowake

Politik | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Ein absurder Grenzstreit schwelt weiter, weil nationale Politiker auf beiden Seiten davon profitieren

Analyse: Barbara Tóth

Wenn Sie aufmarschieren, tragen sie eine neofaschistische Fantasieuniform aus weißem Hemd, schwarzer Hose, Lederstiefel und Käppi mit Abzeichen. Als die selbsternannte, rechtsextreme Ungarische Garde vergangenen Montag mit Grenzblockaden Slowaken an der Einreise nach Ungarn hindern wollte, waren auch viele junge Männer mit Bomberjacken und kahlgeschorenem Kopf zu sehen, auf ihren Autos protzt der Aufkleber „100 Prozent Magyar“ – „100 Prozent Ungar“.

Es war die jüngste einer ganzen Kette von nationalistischen Provokationen, die das Verhältnis der beiden neuen EU-Mitgliedsstaaten Slowakei und Ungarn strapazieren. Die Garde träumt von einem ethnisch reinen Großungarn ohne Roma und Juden – und hat die rund 600.000 Auslandsungarn in der Südslowakei als neue Zielgruppe entdeckt. Die fühlt sich von der slowakischen Regierung benachteiligt. Etwa, weil in

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