Der Angriff der Turnschuhbrigaden

Politik | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Wie die Post in Deutschland liberalisiert wurde – und welche Lehren Österreich daraus ziehen kann

Bericht: Christine Zeiner, Berlin

Schon Klaus Zumwinkel hatte vor ihnen gewarnt. Ist das deutsche Briefmonopol erst einmal gefallen, blasen die Turnschuhbrigaden zum Angriff, sagte der damalige Chef der Deutschen Post voraus. Das war vor zwei Jahren. Seit mehr als elf Monaten ist der deutsche Markt nun für die Konkurrenz geöffnet – früher, als die EU es vorschreibt. Österreich steht die Liberalisierung 2011 bevor. Post-Generaldirektor Anton Wais warnt heute wie damals Zumwinkel vor den unzuverlässigen, unterbezahlten, aber nicht aufzuhaltenden privaten Anbietern: „Man wollte, dass Turnschuhbrigaden in einer schlechten Qualität sehr aggressiv beim Preis tätig sind“, erläutert er den Beschluss der EU-Länder.

Acht Euro pro Stunde?

In Deutschland versucht man den aufkommenden Druck aus Privatisierung und Liberalisierung per Mindestlohn abzufedern. Acht Euro im Osten und 9,80 Euro


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