Mohamed und Osama

Politik | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Der Terrorprozess gegen Mohamed Mahmoud wird neu aufgerollt

Prozessbericht: Stefan Apfl

Da sitzt Mohamed Mahmoud also wieder, zupft sich am Vollbart, schwingt den Zeigefinger, während er über Schuld und Unschuld spricht, über Allah und die Welt – und über sich selbst.

Gerade hat Salem wütend den Saal 303 am Wiener Landesgericht für Strafsachen verlassen. Wie schon im ersten Rechtsgang wird sie auch diesmal nicht zu Wort kommen, solange sie ihren Schleier nicht ablegt. „Ungeziemendes Verhalten“ nennt das Richterin Michaela Sanda. „Vollidioten“ und „doofes Land“, antwortet Salem.

Acht Monate ist es her, dass der 23-jährige Muslim und seine um zwei Jahre jüngere Freundin Mona Salem Ahmed in Österreichs erstem „Terrorprozess“ unter anderem wegen Nötigung der Bundesregierung und Aufforderung zu mit Strafe bedrohten Handlungen verurteilt wurden; er zu vier Jahren Haft, sie zu 22 Monaten.

Worum geht es in dem spektakulären Fall, der nun aufgerollt wird? „Zerstört nicht


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