Warum die Polizei ein Folteropfer loswerden will

Politik | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Er bunkerte Drogen und wurde gefoltert. Nun kämpft Bakary J. darum, in Wien therapiert zu werden

Bericht:Nina Horaczek

Der Polizist ist reif für den Ruhestand. Einer jener vier Beamten, die den Afrikaner Bakary J. im April 2006 folterten, hat die Frühpensionierung beantragt.

Auch Bakary J. ist nicht arbeitsfähig. Der 35-jährige Vater zweier österreichischer Kinder ist in ärztlicher Behandlung. Psychotherapeuten, Neurologen und Orthopäden kümmern sich um ihn.

Im April 2006 hätte Bakary J. nach Gambia abgeschoben werden sollen – da er mehrmals mit großen Mengen Drogen erwischt wurde. Nachdem er sich weigerte, ins Flugzeug einzusteigen, brachten ihn die Polizisten in eine Lagerhalle und prügelten mit Fäusten und Stiefeln auf ihn ein. Sie brachen ihm Knochen an Stirnhöhle, Augenhöhle und das Jochbein. Der Körper war, wie Fotos zeigen, voller Hämatome. Seitdem ist J. in Therapie, hat Schmerzen in Kopf und Wirbelsäule, nimmt Medikamente. Drei Polizisten wurden vor Gericht zu acht

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