Nachgesehen

In Washington tagten gestern die mächtigsten Staatslenker der Welt

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Mathias Huter | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Emergency. No parking here“, steht auf dem Zettel, der noch an einer Parkuhr vor dem National Museum Building in Washington, DC, klebt. Drei leere FBI-Fahrzeuge stehen daneben am Straßenrand, ein gelbes Polizeiband flattert an einem Baum. Sonst deutet kaum etwas darauf hin, dass die mächtigsten Staatslenker der Welt hier gestern die Weichen für eine neue Finanzordnung gestellt haben. Herausgekommen sind bei dem Treffen der G20, der 19 größten Volkswirtschaften der Welt sowie der EU, vorerst viele unverbindliche Bekenntnisse: Nationale Konjunkturpakete sollen das globale Wachstum wieder ankurbeln, Arbeitsgruppen konkrete Reformen der internationalen Finanzmarktaufsichten erarbeiten, und dem Protektionismus soll abgeschworen werden. Erstmals hat sich der Westen hier mit rasant wachsenden Ländern wie China und Brasilien zusammengesetzt, um neue globale Finanzmarktregeln zu erarbeiten. Die rein westlichen G7-Treffen könnten ausgedient haben.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige