Das Buch bleibt und Bügeln bildet

Feuilleton | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Lesen und das Lesenlassen ist das Thema der Buch Wien. Aber wie lange wird es das noch alles geben: Bücher aus Papier, Buchhandlungen, Bibliotheken und Schüler, die Gottfried Keller lesen?

Recherche: Brodnig/Nüchtern/Fasthuber

„,Die Zeit vertreiben?‘, fragte die Queen., Bücher sind kein Zeitvertreib. Sie handeln von anderen Leben. Anderen Welten. (…) Wenn man sich die Zeit vertreiben wollte, könnte man nach Neuseeland reisen.‘“

Alan Bennett: Die souveräne Leserin. Aus dem Englischen von Ingo Hertzke. Wagenbach, 115 S., € 15,40

Lesen ist nicht gesundheitsschädlich

„Man lieset und vergißt. Man gefällt sich in diesem behaglichen, geschäftigen Geistesmüßiggang, wie in einem träumenden Zustande“, warnt ein „Andachtsbuch für die Jugend“ von 1821 vor „den Gefahren der Lesesucht“. Diese wurde vor allem im ausgehenden 18. Jahrhundert beschworen. Längst haben andere Medien die Rolle des jugendverderbenden Sündenbocks übernommen. Der Zusammenhang zwischen Vielleserei


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