Wie die Menschen in die Welt kommen

Feuilleton | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Für seinen Dokumentarfilm „In die Welt“ hat Constantin Wulff in der Semmelweisklinik drei Geburten begleitet

Filmkritik: Michael Omasta

Nach dem Retter der Mütter, Ignaz Semmelweis, sind in Wien eine kleine Gasse in Großjedlersdorf und eine Klinik in Währing benannt. Eben diese, die Ignaz Semmelweis Frauenklinik der Stadt Wien, ist Schauplatz und zugleich Star von „In die Welt“, dem neuen Dokumentarfilm von Constantin Wulff.

Wulff, in den 80er-Jahren Filmredakteur des Falter, bekennt, dass ihn dieser Ort wie das, was dort geschieht, erst mit der Geburt seiner beiden Töchter zu interessieren begann: „Ich wurde von einem Tag auf den anderen mit einer Welt konfrontiert, die mir bislang nicht nur unbekannt war, sondern die bis dahin – wie wohl für viele Menschen ohne eigene Kinder – jenseits meiner Interessen lag.“

„In die Welt“ ist ein Film der beobachtenden Teilnahme. Mit sachlichem Blick dokumentiert er die Art und Weise, auf die unser In-die-Welt-Kommen in einer derart


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