„Sie sind ja hübsch und intelligent!“

Feuilleton | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Eine Filmreihe thematisiert das vom Kino transportierte Bild der Wissenschaftlerin

Analyse: Michael Pekler

Wenn es für Sie an der Zeit ist, zu denken, dann werden auch Sie allein sein. Aber wahrscheinlich wird Ihnen das Glück nicht so hold sein, dass Sie in der Lage sind, einen Stern mit den Fingerspitzen einzufangen.“ Kaum hat der alte Professor zu Ende gesprochen, plumpst der Kopf der hübschen Studentin aufs Pult. Doch die von Hunger und Armut geschwächte Polin hat noch Glück: Sie wird zunächst im Labor und schließlich in den Armen von Herrn Curie Schutz finden.

In „Madame Curie“ (Mervyn LeRoy, 1943) spielt Greer Garson die zweifache Nobelpreisträgerin, die sich mit unermüdlichem Forschergeist gegen akademische Betonköpfe an der Sorbonne durchzusetzen weiß. Bei Schnee und Kälte wird in einem kleinen Schuppen im Hinterhof der großen Universität gerührt, geschüttelt und gemessen, bis eines Nachts ein neues Element namens Radium am wissenschaftlichen Himmel erstrahlt.


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