Geschichte ist keine Filiale der Gegenwart

Feuilleton | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Die Debatte um das Haus der Geschichte wirft die Frage auf, wie moralisch Historie sein soll und darf

Essay: Berthold Unfried

Das Projekt „Haus der Geschichte“ (Österreichs) beschäftigt seit rund einem Jahrzehnt die Politik und die Historikergemeinde. Österreichische Historiker und Politikwissenschaftler haben im Lauf der Zeit etliche konkurrierende Konzepte dazu ausgearbeitet.

Das letzte Papier dieser Art, das „Konzept der Ständigen HistorikerInnen-Expertengruppe“ aus dem Jahre 2006, ist von vier internationalen Gutachtern recht unfreundlich beurteilt worden. Diese monierten unter anderem eine fehlende internationale Einbindung und vermissten eine klare Formulierung der Botschaft, die vermittelt werden soll (mission statement). Nun wurde die österreichische Mitarbeiterin eines internationalen Museumsconsulting-Unternehmens mit der Erstellung eines Umsetzungskonzepts beauftragt.

Es soll hier nicht um die Konjunkturen der österreichischen (Geschichts-)Politik und die Eifersüchteleien

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