Die meisten überschätzen sich

Stadtleben | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Harald Fichtinger ist Spezialist für die Eiger Nordwand – besonders im Winter

Porträt: Nicole Scheyerer

Bedrohlich und böse sieht der Berg aus, während die Kamera ihn im Schlechtwetter umkreist. Furchtbar die Dramen von Schneesturm, Steinschlag, Erfrieren und Absturz, die sich hier schon abgespielt haben. Über 60 Menschen sind seit den 30er-Jahren am Eiger in den Berner Alpen umgekommen.

Der Spielfilm „Nordwand“, derzeit in den Kinos zu sehen, verarbeitet das Schicksal von vier jungen Gipfelstürmern, die im Jahr 1936 am Eiger beim Versuch der Erstbesteigung ihr Leben ließen. Über 1000 Mal wurde die „Mordwand“ seit damals erfolgreich durchstiegen. Hat die Eigerwand 70 Jahre nach ihrer Bezwingung im Jahr 1938 denn jeden Schrecken verloren?

„Dieser Berg ist unheimlich“, sagt Harald Fichtinger. Beim Termin mit dem Bergführer, der passenderweise im Café Stein stattfindet, lobt der 34-Jährige die „relativ realistische“ Machart des neuen Films. „Der Eiger hat eine konkave


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