Das Glück beim Bleistiftspitzen

Stadtleben | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Architekten greifen sogar zu Waffen, um ihren Schöpfergeist zu beflügeln

Bericht: Matthias Dusini

Wolkenkratzer, Kathedralen, Villen und Restaurants: Sie alle waren einmal ein Geistesblitz, eine Bleistiftzeichnung, ein Holzmodell. Über die Wiener Uno-City etwa heißt es, ihre markante Grundform gehe auf das Drehkreuz einer Single-Schallplatte zurück.

Eine sorgfältige Ausstellung des Architekturzentrums Wien (Az W) beschäftigt sich mit dem Embryonalstadium von Architektur, dem mythischen ersten Moment und den weiteren Schritten der Formfindung.

„Es kam einfach so bei ihr“, erinnert sich die Architektin Pernette Perriand Barsac an ihre Mutter, die Le-Corbusier-Mitarbeiterin Charlotte Perriand (1903–1999). Elke Krasny, die Kuratorin der Ausstellung „Architektur beginnt im Kopf“, besuchte Perriands ehemaliges Pariser Atelier in einer umgebauten Garage. Die Architektin pflegte hinter einem holzgeflochtenen Paravent zu zeichnen, brachte ihre Ideen auch in Restaurants zu Papier.

Japanische


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