Wien, wo es isst

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Yppenplatzsamstag: Bauern, Brot und spätes Frühstück

Lokalaugenschein: Christopher Wurmdobler

Yppenplatz: Auch wenn Oberst Simon van Yppen (1698–1770) dem Platz den Namen gibt – hipper kann eine Gegend doch gar nicht heißen als irgendwas mit „Y“. Sogar die vom Naschmarkt kommen inzwischen her – haben die keine eigene Gegend? Unter der Woche ist auf „der Yppe“ zwar ein bisschen tote Hose, samstags ist dafür die Hölle los.

Beim Marmeladenkönig

Eine Attraktion ist zweifellos der Pavillon von Hans Staud, Gurkenprinz und Marmeladenkönig. Mit etwas Glück erwischt man den Chef sogar an der Orgel (!) oder Starköchin Sarah Wiener beim Konfitürekauf. Auch spätnachts beliebt ist die türkische Bäckerei Gül (zu deutsch: Rose). Nirgends ist das Brot krosser und heißer. Samstags schieben die Bäcker eine Vitrine auf die Straße und verkaufen ihre Sachen direkt. Anstehen für dicht bestreute Sesamkringel zahlt sich immer aus.

Schräg vis-à-vis wird’s dann ein bisschen schick.


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