Von der Kunst des Schauens

Steiermark | aus FALTER 47/08 vom 19.11.2008

Die Illustratorin und Autorin Helga Bansch weiß, was Kinder gerne sehen

Porträt: Thomas Wolkinger

Helga Banschs Einstand als Kinderbuchillustratorin war ein fulminanter. „Zack bumm!“ hieß ihr erstes Buch, in dem Bansch die von Heinz Janisch getextete Geschichte des kleinen Vogels Sigmund, der aus dem Nest fällt und erst nach psychotherapeutischen Sitzungen mit dem Hasen Carl Gustav wieder ins Leben findet, mit großen Farbtableaus und feinen Linien bebilderte. Dafür gab es 2000 gleich den österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis und den Wiener Illustrationspreis.

Dabei waren die ersten Versuche der gebürtigen Leobenerin, am Kinderliteraturmarkt Fuß zu fassen, weniger ermutigend. Mit einer Mappe unter dem Arm war sie, damals noch Volksschullehrerin in Mureck, zur Buchmesse nach Bologna gereist, um dort bei Verlagen vorstellig zu werden. „Das war ein frustrierendes und desillusionierendes Erlebnis“, erinnert sie sich. Zwanzig und mehr Jungillustratorinnen standen da Schlange

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