Kritik

Im Volkstheater: Wenn der Vater mit dem Sohne

Lexikon | Bettina Hagen | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

Heinz Marecek als Handlungsreisender

In Arthur Millers modernem Klassiker "Tod eines Handlungsreisenden" ging es schon anno 1949 um die Brüchigkeit des amerikanischen Traums; aber auch um Stolz und um eine tragische Vater-Sohn-Beziehung voller Missverständnisse und unausgesprochener Wahrheiten. Willy Loman will für seine Familie ein Held und für die Gesellschaft ein erfolgreicher Geschäftsmann sein, dabei ist er als fahrender Vertreter ungeschickt und wird von Geldnöten und seinen Idealen bis zum Realitätsverlust geplagt. Übergroß sind die Erwartungen, die er an seinen älteren Sohn Biff stellt. In Dieter Berners Inszenierung am Volkstheater sind dann auch die Szenen der direkten Konfrontationen zwischen Vater und Sohn Loman, gespielt von Heinz Marecek und Till Firit, die beklemmendsten und einprägsamsten des Abends. Auch Claudia Sabitzer als treu ergebene Ehefrau trägt das Ihrige dazu bei, dem Vater nur noch einen radikalen Ausweg übrig zu lassen.

Volkstheater, So, Mi 19.30


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