Kunst Kritik

Manuel Gorkiewicz bricht wunderschön ironisch

Lexikon | Tiz Schaffer | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

Die Avantgarde zu hinterfragen hat Tradition, das "Betriebssystem Kunst" sowieso. Die "alten" Ideen ironisch zu brechen gelingt dem 1976 in Graz geborenen und mittlerweile in Wien lebenden Manuel Gorkiewicz mit Assemblagen ebenso wie mit Schaukästen, in denen Alltagsobjekte wie Plastikbecher und Gummihandschuhe über ihre Ästhetisierung eine eigentümliche Note der Reinheit erfahren. Materialien scheinen in seinen Händen vor lauter Freude zu schmelzen. Wenn Gorkiewicz Girlanden verwendet, dann schreien sie nicht, sondern sie schweigen. Schmetterlinge aus Kunststoff überhöhen in ihrer Sterilität gleichsam das Prinzip von Plexiglasboxen. Dennoch erscheint alles weich und warm, nichts ist kalt und blank.

Neue Galerie Graz, Studio, täglich außer Mo, von 10.00 bis 18.00, bis 18.1.2009


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