Dreht Licht ins Dunkel ab!

Politik | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

Die weihnachtliche Spendenaktion des öffentlich-rechtlichen Fernsehens verletzt die Würde behinderter Menschen

Kritik: Franz-Josef Huainigg

Österreich in der Wirtschaftskrise: Ein Mann stapft mit seinem letzten Euro in der Manteltasche durch die Nacht. Die Straße ist düster, offenbar fehlt der Stadtregierung das Geld für die Beleuchtung. Der Mann stoppt vor einem Zigarettenautomaten und zückt seinen Euro. Plötzlich leuchtet der Euro strahlend hell. Sein Licht lässt eine alleinerziehende Mutter mit ihrer armselig gekleideten Tochter und dem behinderten Sohn im Rollstuhl aus dem Dunkel auftauchen. Eine Stimme sagt: "Jeder Euro bringt Licht ins Dunkel".

Offenbar auch jedes schlechte Gewissen, das der ORF durch die Spendenkampagne erzeugen möchte. Die Medienmacher greifen heuer stärker denn je in die Mitleids- und Tränendrüsenkiste.

Eine vorweihnachtliche Alltagsgeschichte: Ein Rollstuhlfahrer hievt sich auf den Fahrersitz seines Autos und bittet einen jungen Mann um Hilfe: "Können


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