Zuhause bei Mona S.

Politik | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

Sie ist Österreichs bekannteste Muslima. Besuch bei einer Terrorverdächtigen

Porträt: Stefan Apfl

Die zierliche, verschleierte Frau öffnet die Wohnungstür, sieht die ausgestreckte Hand und greift zu. Vielleicht hat sie einfach nicht daran gedacht, dass sich strenggläubige Muslima Berührungen mit Fremden untersagen. Vielleicht ist Mona S. doch keine makellose Vorzeigemuslima, auch wenn sie seit ihrer Jugend versucht hat, genau das zu sein.

Wer ihren Namen dieser Tage in ein Gespräch einwirft, hört zwei Begriffe: Terrorbraut und Schleier. Ein "Opfer theologischer Gewalt", nennt Ednan Aslan, Islamwissenschaftler von der Uni Wien, die 21-jährige Österreicherin. Thomas Schmidinger, Kenner des politischen Islam, attestiert ihr "dschihadistisches Gedankengut". Die Anklage im aufgerollten Wiener Terrorprozess, in dem Mohamed M. die Hauptrolle spielt, wirft ihr die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor.

Es ist still im Wohnzimmer der Familie S. In der Ecke steht ein Hometrainer,


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