Der Kreislauf vom ewigen Versuch des Verstehens

Feuilleton | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

In "Retour en Normandie" kehrt Nicolas Philibert an den Schauplatz des Foucault-Films "Moi, Pierre Rivière …" zurück

Filmkritik: Michael Pekler

Aunay-sur-Odon, 1835: In dem kleinen Dorf in der Normandie tötet der 20-jährige Pierre Rivière mit gezielten Sichelhieben seine Mutter und zwei Geschwister. Nach einem Monat, in dem er ziellos durch die Wälder streift, wird er vor Gericht gestellt und zum Tod verurteilt. In der Haft schreibt Rivière seine Memoiren, in denen er detailliert die Tat und die Umstände, die zu dieser führten, darlegt. Nach fünf Jahren Haft erhängt er sich in seiner Zelle.

Paris, 1973: Michel Foucault stößt im Rahmen seiner Studien auf den Fall und rekonstruiert penibel anhand von Gerichtsakten, Gutachten und Rivières eigenen Aufzeichnungen die Mordtat. "Der Fall Rivière" wird zu einer zentralen Studie über Psychiatrie und Strafjustiz.

Athis de l'Orne, 1976: Basierend auf Foucaults Dossier, plant der Filmemacher René Allio den Film "Moi, Pierre Rivière,


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