Denkmal für die Arbeiterklasse

Feuilleton | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

In der Secession zeigt Sharon Lockhart die verschwindende Welt harter Arbeit

Rezension: Nicole Scheyerer

Ich stamme selbst aus der Arbeiterklasse", erklärt die US-Künstlerin Sharon Lockhart. Im Zentrum ihrer aktuellen Schau "Lunch Break" in der Secession steht die "verschwindende" Welt harter physischer Arbeit.

Lockhart scheint kein Problem mit männlich dominierten Umfeldern zu haben. Ein Jahr lang recherchierte sie in der traditionsreichen Schiffswerft Bath Iron Works in Maine, in der seit dem 19. Jahrhundert auch Kriegsschiffe hergestellt werden.

Von Zerstörern und Fregatten ist in Lockharts Foto- und Filmarbeiten jedoch nichts zu sehen. Ihre hochästhetisierten Aufnahmen konzentrieren sich ganz auf die Mittagspause der Arbeiter und wie sie die vorhandenen Freiräume gestalten.

Mit "Lunch Break" nimmt Lockhart in dem 1898 errichteten Ausstellungshaus so viel Raum ein wie noch keine Künstlerin vor ihr: Sie bespielt alle Hallen der Secession, vom Kaminzimmer bis zur Kellergalerie, was eindrucksvoll


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