80 Jahre Café Weidinger: Die hohe Schule der Improvisation

Wolfgang Paterno | Stadtleben | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

Das lange Gleiten durch die Jahrzehnte, zur Chiffre geronnen: "Es lebe die Zeitloszeit" ist neuerdings an den Wänden des Café Weidinger zu lesen. Vor kurzem fiel Anna Karnitscher, 38, eine Plakatserie der Wiener Stadtwerke auf, weniger der Textur als des großformatigen Bildes wegen. Ein Dressman als Ober vollführt auf dem Sujet Servierbewegungen, im Hintergrund sind Kleiderständer und Sitzbänke zu sehen, eine gestellte Szene aus dem Weidinger. "Weder meine Mutter noch ich konnten uns an diesen Fototermin erinnern. Ich habe mir nur gedacht: Das ist doch unser Kaffeehaus", sagt Karnitscher, im Hauptberuf Webdesignerin und seit einiger Zeit, professionelle Neben- und Lieblingsbeschäftigung zugleich, kaufmännische Juniorchefin des Betriebs.

Sie besorgte sich einige der städtischen Reklamemittel, und bereitete die Werbeträger nach Art des Hauses auf. Logos ("Wiener Stadtwerke") wurden mit dem Schriftzug "80 Jahre Weidinger" überklebt.

Die Weidinger-Methode ist die hohe Schule der Improvisation,

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