Der Virus

Stadtleben | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

Vor zwanzig Jahren wurde der Welt-Aids-Tag zum ersten Mal gefeiert. Was hat sich seitdem verändert?

Bericht: Alina Sklenicka

Der 1. Dezember 1988. Die Weltgesundheitsorganisation hat den ersten Welt-Aids-Tag ausgerufen. Die Zahl der weltweit gemeldeten Fälle der unheilbaren Viruserkrankung liegt bei etwa 130.000. Während im WHO-Hauptquartier in Genf eine Zeremonie gefeiert wird, haben in Wien fünf schwule HIV-positive Aktivisten das Büro von ÖVP-Familienministerin Marilies Flemming besetzt. Worum geht es den Homosexuellen? Sie wollen Aufmerksamkeit dafür, dass Ministerin Flemming die Aufhebung des Strafgesetzbuch-Paragrafen 209 im Ministerrat boykottiert. Jenes Paragrafen, der das Schutzalter für homosexuelle Beziehungen auf 18 Jahre festsetzt, anders als 14 Jahre für Heterosexuelle. Eine Diskriminierung, finden die Aktivisten. Doch was hat das mit dem Welt-Aids-Tag zu tun?

Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, war damals beteiligt. Er sagt: "Diskriminierung


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