Die Wiener Bergkönigin

Stadtleben | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

Keine bezwingt die Berge so schnell wie Andrea Mayr

Porträt: Gerd Millmann

Sie verzichtet auf Trainingspläne, pfeift auf Stretching, misst keine Pulswerte und macht keine Höhentrainingslager. Sportliche Abweichler dieser Kategorie werden nicht einmal in der Hobby-Laufszene ernst genommen. Andrea Mayr schon. Denn die 28-Jährige ist Weltmeisterin im Berglauf. Im heurigen September hat sie im schweizerischen Crans Montana allen Konkurrentinnen gezeigt, wem der Berg am lautesten zuruft. Nach 8,4 Kilometern und 733 Höhenmetern wartete sie am Gipfel eine Minute auf die Zweitplatzierte. Dabei hatte sie sich die Strecke vorher kaum angesehen. "Wenn ich nicht weiß, wie es weitergeht, kann ich mehr aus mir herausholen", beschreibt sie ihre Renntaktik.

Erst in Wien Berglauf entdeckt

Nicht nur Mayrs Trainingsform ist eigenwillig, auch ihre sportliche Vielseitigkeit. Die studierte Medizinerin hat bereits alles gewonnen, was bergauf geht - vom Donauturmlauf über den Empire-State-Building-Lauf und


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