Die neue Regierung in Slowenien wurde angelobt, doch Sieger sehen anders aus

Steiermark | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

Bericht: Herwig G. Höller

Mit zwei traurigen Politikern illustrierte die slowenische Wochenzeitung Mladina Ende September die Situation nach den slowenischen Parlamentswahlen. Da weinten sowohl der rechte Premierminister Janez Janša (SDS), er hatte die Wahlen überraschend verloren, als auch sein sozialdemokratischer Gegenspieler Borut Pahor (SD). Auch dieser war, so suggerierte die Karikatur, über seinen knappen Wahlsieg nicht froh.

Zwei Monate später steht nun die neue Regierung, der neben Pahors Sozialdemokraten die linksliberalen Parteien LDS und Zares sowie die Mittelinkspensionistenpartei DeSUS angehören. Von politischer Aufbruchsstimmung herrschte aber keine Spur und die Wahl der Regierung durch das Parlament vergangene Woche ließ beinahe Mitleid mit dem neuen Premier aufkommen. Mehr als acht Stunden musste sich Pahor Wortmeldungen zu seiner Regierung anhören. Dabei saß er alleine auf der langen Regierungsbank, die Hälfte der Parlamentarier hatte sich verdrückt und die Zuseher


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige