"Asien hilft uns"

Steiermark | aus FALTER 48/08 vom 26.11.2008

AT&S-Chef Sommerer: Warum Österreich trotz Jobabbaus dankbar sein könnte

Interview: Gerlinde Pölsler

Leoben-Hinterberg, Dienstag vergangener Woche: Die Beschäftigten des Leiterplattenherstellers AT&S haben eben erfahren, dass 450 aus dem obersteirischen Werk gehen müssen - mehr als jeder Dritte. Vorstandschef Harald Sommerer muss sich bei der Betriebsversammlung "unschöne Worte" anhören, erzählen Mitarbeiter später. Viele sind außer sich: Sie hätten "mitgearbeitet, dass es heute in China und Korea ein Werk gibt, und genau diese Mitarbeiter nehmen uns jetzt die Arbeit weg", bringt Betriebsrat Günter Wölfler die Stimmung auf den Punkt. Als Grund für die Kündigungen nannte das Unternehmen unter anderem die Wirtschaftskrise, machte aber auch kein Hehl daraus, dass Maschinen aus Leoben nun im neuen Werk in Indien zum Einsatz kommen würden. ÖVP und BZÖ schossen sich daraufhin genauso auf AT&S ein wie KPÖ, Arbeiterkammer und ÖGB, für die die Kündigungen "von langer Hand vorbereitet

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