Kritik Musiktheater

Rocky Horror Show als lahme Karikatur

Lexikon | Andreas Dallinger | aus FALTER 49/08 vom 03.12.2008

Richard O’Briens „Rocky Horror Show“ ist eine prächtige alte Lokomotive. Richtig unter Dampf gesetzt, fetzt sie dahin, dass es einem die Haare in alle Richtungen rupft. Eingefleischte Fans brachten die zerzausten Frisuren schon mit. Allen anderen blieb der Schnitt artig in Form. Denn so richtig in Fahrt kam die Neuproduktion des Klassikers im Museumsquartier nicht. Selbst eine bestens geölte Musicalmaschinerie und der professionelle Cast rissen die Stimmung nicht raus. Zu sehr rückt die Inszenierung im Bemühen um Unterhaltung in die Nähe der Karikatur. Und den Frank’n Furter auf eine hysterische Tunte zu reduzieren, heißt, dem Abend sein Zentrum zu nehmen.

Museumsquartier, Halle E, bis 11.1.


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