Tiere

Eselei

Lexikon | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 49/08 vom 03.12.2008

Was haben die US-Demokraten und das weihnachtlich-christliche Krippenspiel gemeinsam? Mehr, als man auf den ersten Blick glauben würde, nämlich den Esel als Symbolfigur. Während die Kunstgeschichte den Esel als Vertreter der Ländlichkeit an die Krippe stellt, wird das Tier im Christentum zum Sinnbild der Heiden und der Ochse zum Stellvertreter der Juden. Der Jesus anbetende Esel wird so zum Zeichen des Siegs über die antiken Tiergötter und zugleich zum Inbegriff der Kreatur, die „demütig trägt, was wichtiger ist als sie selbst“.

Das wäre natürlich auch eine schöne Botschaft für eine politische Partei und noch dazu eine originelle Idee für ein Land, das seinerzeit in Erwägung zog, den Truthahn als nationales Wappentier zu verwenden. Dennoch stellt sich die Frage, welcher tiefere Sinn die Partei bewog, sich ein solches inoffizielles Wappentier zuzulegen, über das Wilhelm Busch schon reimte: „Der Esel ist ein dummes Tier, der Elefant kann nichts dafür.“ Während Truthühner


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