Luftholen nach dem Shopping-Wahnsinn: Die Krise kümmert keinen

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 49/08 vom 03.12.2008

Ungarisch, Slowakisch, Tschechisch, hin und wieder Italienisch und ein bisschen Deutsch – so tönte es am Graben am ersten Einkaufssamstag vor Weihnachten. Dicht gedrängt und mit Einkaufstaschen behängt, schoben sich die Shopper durch die Innenstadt. Weltwirtschaftskrise? Von wegen. Den Handel freute es. Er zählte 750.000 Weihnachtseinkäufer in Wiens Einkaufsstraßen. Wie hoch der Anteil aus den östlichen Nachbarländern ist, erhob er leider nicht. Dank stabilisierter Wechselkurse zum Euro macht die Butt ertour in den Westen vor allem für Tschechen und Slowaken Sinn, die Forint-Kursschwankungs-geplagten Ungarn kommen, weil Kleidung bei uns billiger und die Auswahl größer ist. Fürs Übernachten und den Museumsbesuch reicht das Budget dann meistens nicht mehr. Am Sonntag waren die großteils in Bussen angereisten Massen weg. Den wiedergewonnenen Platz teilten sich Flaneure, Straßenkünstler und Schaufensterbummler.


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