ORF-Chef: „Betriebsrat wollte nicht warten“

Medien | aus FALTER 49/08 vom 03.12.2008

Interview: Nina Horaczek

Falter: Herr Generaldirektor, Sie sagten, 2009 wird furchtbar, 2010 wird furchtbar – sind Sie gescheitert?

Alexander Wrabetz: Nein. Ich habe gesagt, es werden schwierige Jahre, wo es darauf ankommt, die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

Sie waren seit 1998 kaufmännischer Direktor im ORF, seit 2007 sind Sie Generaldirektor. Warum erst jetzt dieser strenge Sparkurs?

Wrabetz: Im ORF wird seit Jahren gespart – nicht zuletzt, weil ich als kaufmännischer Direktor dafür gesorgt habe. Seit 1999 sage ich, dass das Unternehmen, wenn man nichts tut, in ein paar Jahren in einer ganz schwierigen Situation sein wird. Weil wir auch in dieser Zeit immer das Richtige und Machbare getan haben, konnten wir vieles bisher vermeiden. Jetzt ist es unter neuen und erschwerten Marktbedingungen meine Aufgabe, den ORF so zu reformieren, dass auch diesmal Gefahr für den Bestand des Unternehmens abgewandt wird.

Bundeskanzler Werner Faymann ortet einen Reformstau beim ORF.

Wrabetz: Der


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