Sex, Geld und Würstchenfabrikanten

Feuilleton | aus FALTER 49/08 vom 03.12.2008

Kaum je war Hollywood so witzig und emanzipiert wie in den Screwball Comedies der 30er- und 40er-Jahre

Best-of-Auswahl: Die Falter-Filmredaktion

„Bringing Up Baby“ Howard Hawks, 1938

Selbst wenn es bedeutet, Leoparden nach Connecticut zu tragen – es führt kein Weg drum rum: „Bringing Up Baby“ ist die Mutter aller Screwball Comedies, und auch wenn Katharine Hepburn und Cary Grant schon in George Cukors „Sylvia Scarlett“ (1935) zusammenfanden, darf „Leoparden küsst man nicht“ als Geburtsstunde dieses hochunheiligen Paares gelten.

Hawks’ ebenso ökonomische wie abschweifige, ebenso subtile wie saukomische Komödie ist überhaupt der Anfang von vielem (bloß auf den Hund ist sie nicht gekommen – der wurde bereits ein Jahr davor in „The Awful Truth“ ins Scheidungsscharmützel zwischen Cary Grant und Irene Dunne geschickt): Hier hat Grant – lange vor „North By Northwest“ und „Charade“ – seine erste große Duschszene; hier posiert er erstmals im Frauenfummel


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